5.4 Ronald D. Asmus: Rebuilding the Atlantic Alliance (Issue 19/10 2003)
These: Neue Strategie für neue Einheit gesucht. Gleiche Ziele sind schon vorhanden.
Europäer und Amerikaner brauchen eine neue Strategie, die sie eint. Es existieren zwar einige reale Differenzen, doch das Machtgefälle zwischen den USA und Europa sei weder neu noch unerwartet. Vielmehr sei die Krise sei auf die – vermeidbare -diplomatische Ungeschicktheit beider Seiten zurückzuführen.
Die USA und Europa haben gemeinsame Ziele, doch gelang es Bush nicht genü-gend auf europäische Belange Rücksicht zu nehmen. Neben der militärischen, sei auch die politische Prävention wichtig und neben den hard auch die soft powers. Das Machtgefälle könne durch eine gemeinsame Strategie überbrückt werden, die beide Seiten eine, so wie Ende der 1960er Jahre durch den Harmel-Report (1967) geschehen. Einen Anlass für eine solche Strategie könne beispielsweise der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern geben.
Doch auch Asmus erkennt an, dass das militärische Machtgefälle von den Europäern verringert werden muss. Dafür sei aber keine Replizierung des amerikanischen Militär-Potentials nötig. Umgekehrt sollten die Amerikaner die Europäer als Alliierte erster Wahl anerkennen und behandeln, seine Unterstützung für ein starkes Europa zum Ausdruck bringen und die Zwistigkeiten mit FR und DE beilegen. Die EU müsse allerdings auch etwas mehr Realismus an den Tag legen und nicht auch dann noch versuchen eine multilaterale Lösung über die UN herbeizuführen, wenn sich diese dafür als untauglich erwiesen habe.
Kritik: Auch Kagan meint, dass es eine gemeinsame Strategie gewesen sei die das transatlantische Bündnis geeinigt habe. Für die Zukunft sieht er aber keinen Anlass für eine solche Strategie, der wie die Bedrohung durch die SU den Westen zur Einheit zwingen würde. Die Herausforderung durch den Islamismus und den Nah-Ost Konflikt sieht er jedenfalls nicht als geeignet an. Ich auch nicht.
5.5 Dominique Moisi: Reinventing the West (Issue 11/12 2003)
These: EU soll USA vor sich selbst schützen, USA die EU vor dem Rest der Welt
Der Kalte Krieg hielt den Westen zusammen, Versuche durch Hinweise auf neue Gefahren den danach entstandenen Riss zu kitten führten nur zu einem weiteren Auseinanderdriften der Kulturen. Der internationale Terrorismus und die Proliferation von WMD haben nicht den gleichen einigenden Effekt wie die massive Bedrohung durch die SU. Die politischen Führungen auf beiden Seiten des Atlantiks müssen diese Teilung anerkennen, sie müssen aber auch erkennen, dass sie nach wie vor aufeinander angewiesen sind.
In der bisherigen Ordnung kämpfte Amerika, bezahlte Europa und die UN versorgte. Aber die USA braucht Europa vor allem um es vor ihren "inner evils" zu schützen, für seine soft skills und seine Fähigkeit andere zu verstehen. Die EU braucht wiederum das amerikanische Militär, zumal eine Weltmacht FR der restlichen EU nicht passen würde.
5.6 Colin Powell: A Strategy of Partnerships (Issue 01/02 2004)
Bushs Multilateralismus wurde verkannt: »You can bring a horse to water, but not make it drink«
Die USA unter der Bush-Administration habe eine außenpolitische Strategie, die aus weit mehr als dem Krieg gegen Terror bestanden habe und auch letzterer richte sich nicht nur gegen die Symptome. Bush hatte sowohl eine Vision als auch einen Plan für eine bessere Welt in der Freiheit und die nicht verhandelbaren Menschenrechte die Basis bilden und regionale Konflikte gelöst werden. Es wurde viel Wert auf gute Beziehungen zum Rest der Welt gelegt, insbesondere auch RU, IN, CN. Aber leider erkennen dies nicht alle an.
Kritik: Einerseits macht es sich Powell zu einfach, wenn er sagt, die Krise läge nur daran, dass andere die außerordentlichen Bemühungen der USA um gute Beziehun-gen nicht anerkennen. Andererseits enthält diese Aussage viel Wahrheit, denn zu einem großen Teil der restlichen Welt, auch Europa, hatten die USA gute Beziehun-gen. Richtig ist auch, dass die USA sich im Gegensatz zu Europa in vielen regionalen Konflikten, mitunter sehr erfolgreich (Nord-Irland) engagiert hat. Die Krise resultiert zum Teil aus DE und FR merkwürdige Idee sich selbst für den Rest zu halten und zu ignorieren, dass sie durch ihre Alleingänge selbst im (auch europäischen) Ausland als unilateral und unzuverlässig handelnd wahrgenommen werden.
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[...] style, while the topics range from Antisemitism, Collecative Action and public Goods, to neoconservatism (Robert Kagan) and demographics. Also the famous history of Sociolgy (lecture held by Mr. Hammerich) is to be [...]