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	<title>Sozialwissenschaften Online &#187; Demographie</title>
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	<description>Volkswirtschaftslehre • VWL • Soziologie • Politikwissenschaft</description>
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		<title>Demographie und Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ab 1945</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 15:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
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<p>Nach einer langen Phase des Wachstums ist für die BRD nun mit einer &#8211; der seit Jahrzehnten niedrigen Fertilität entsprechend &#8211; schrumpfenden Bevölkerung zu rechnen. Und auch der deutlich gestiegenen Lebenserwartung wegen schrumpft der Anteil der jungen Bevölkerung relativ zu der Älteren. Im Gegensatz zu den letzten Dekaden wird der traditionell positive Migrationssaldo diese Entwicklungen wahrscheinlich nicht mehr ausgleichen können. Nicht nur die sozialen Sicherungssysteme werden deshalb &#8211; zu Recht &#8211; als gefährdet angesehen. Die Größe der Bevölkerung legt in vieler Hinsicht die Spielräume einer Gesellschaft fest: sie bestimmt deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit, die Innovationspotentiale, den möglichen Grad an Arbeitsteilung oder auch nur die Antwort auf Frage, ob es sich lohnt eine flächendeckende Mobilfunkversorgung einzurichten. Nicht zuletzt bestimmt sie auch die Lebenschancen der Einzelnen. Dabei ist sie selbst ein soziales Phänomen, das durch das Handeln der Individuen getragen wird.</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
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<p>Im Folgenden wird die Bevölkerungsentwicklung von 1945-1989 für die BRD und DDR getrennt und ab 1990 gemeinsam nachgezeichnet (Kapitel 2). Eingegangen wird dabei auf die drei Komponenten des Bevölkerungswachstums Fertilität, Mortalität und Migration. Anschließend werden die Entwicklungen und die daraus resultierende Alterstruktur sowie Bevölkerungsgröße zusammengefasst. Für das mittlerweile negative Bevölkerungswachstum in der BRD ist die niedrige Fertilität als zentrale Ursache festzumachen. In Kapitel 3 wird deshalb eine allgemeine Theorie generativen Verhaltens entwickelt, auf deren Basis dann in Kapitel 4 mögliche Maßnahmen diskutiert werden. Zur Datenlage ist zu sagen, dass es zwar immer wieder Probleme gibt (insbesondere bei der Betrachtung von Kohorten und der Mikroebene, aber auch Daten zu Migration und Lebenserwartung). Aber insgesamt ist die Datenlage zur Bevölkerungsstruktur verglichen mit anderen sozialwissenschaftlichen Forschungsfeldern eine gute, so dass eine weitere Diskussion hier unterbleibt.</p>
<h2>2 Bevölkerung in Deutschland nach 1945</h2>
<p>Die Bevölkerung (P) eines Landes ist eine Stromgröße, deren Veränderung durch Fertilität (B &#8211; Geburten), Mortalität (D &#8211; Todesfälle) und Migration (M = I-E; Immigration &#8211; Emigration) periodenbezogen bestimmt wird:</p>
<p>Gleichung 1: <em>P(t) = B &#8211; D + (I-E) + P(t-1) </em></p>
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<p>Die Bevölkerung der BRD wuchs bis ca. 1970, blieb bis 1985 mehr oder weniger konstant und wuchs dann erneut. Die Bevölkerung der DDR nahm im gleichen Zeitraum deutlich ab. Für die BRD nach 1990 lässt sich ebenfalls ein bescheidenes Wachstum beobachten. In der Zukunft aber ist mit einer Bevölkerungsabnahme zu rechnen. Die in Gleichung (1) aufgeführten Variablen spielten zu unterschiedlichen Phasen sehr verschiedene Rollen. Ihre Entwicklung hat zudem die Alterststruktur verändert, welche wiederum selbst auf die Bevölkerungsentwicklung zurückwirkt. Hradil folgend werden nun erst die Fertilität, die Mortalität und die Migration dargestellt, bevor dann deren Effekte auf die Gesamtbevölkerung der BRD und die Altersstruktur nachgezeichnet werden.</p>
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</p>
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